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06.09.2017

“Robot Doing Nothing”: zenon beim Ars Electronica Festival

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Unsere Software zenon wird beim Ars Electronica Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft vom 7. bis 11. September in Linz live erlebbar sein. Im Medienkunstprojekt „Robot Doing Nothing“ macht zenon einen Roboter zum Element des Industrial Internet of Things.

Das Projekt „Robot Doing Nothing“ wurde vom Wiener Künstler und Designer Emanuel Gollob gemeinsam mit Johannes Braumann vom Labor für Kreative Robotik der Kunstuniversität Linz konzipiert und entwickelt. Gollob denkt an eine post-industrielle Zukunft, in der Roboter abseits der Industrie auch in den Alltag Einzug gefunden haben. Im Mittelpunkt steht die nachgewiesene konzentrations- und effizienzfördernde Wirkung des bewussten Nichts-Tuns. So wird etwa eine bewusste Aktivität des menschlichen „Nichts-Tuns“ durch meditative Roboterinstallationen im öffentlichen Raum gefördert. Stimulierende Formen und Farben versetzen das Publikum in einen meditativen Zustand, der inspiriert, geistige Tätigkeit anregt und somit die gesellschaftliche Effizienz steigert.

 

Ergonomische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine

 

Die Installation besteht aus einem Industrieroboter (KR 210 R3100 der QUANTEC ultra-Serie von KUKA), einem Laserscanner der Firma Sick, einem 49-Zoll-Monitor und unserer Software zenon. Auf dem Roboterarm ist eine Platte mit Schnüren befestigt deren anderes Ende statisch im Raum montiert ist. Tritt ein Besucher in das Laserfeld des Scanners, richtet sich der Roboter nach ihm aus, wodurch anhand der in Szene gesetzten Schnüre komplexe, geometrische Muster erzeugt werden. Der KUKA Roboterarm wird mit der KUKA mxAutomation-Schnittstelle in Echtzeit angesteuert und kann somit direkt auf das Publikum reagieren. zenon vereint die Daten des Laserscanners mit jenen des Roboters und visualisiert diese für die Besucher auf dem großen Monitor. Die zenon Anwendung zeigt zum einen eine 3D-Visualisierung des Roboters, zum anderen wichtige Bewegungsdaten wie zum Beispiel Achswerte oder Lastdaten. Über das Scannen eines bereitgestellten QR-Codes gelangen Besucher zu einer webbasierten zenon-Applikation, die global über die Microsoft Azure Cloud-Plattform zugänglich gemacht wird. Robot Doing Nothing ist somit nicht nur eine ästhetische, kinetische Skulptur, sondern ein Demonstrator für viele Aspekte der Industrie 4.0 und des Internet of Things, hin zu einer flexibleren Produktion und einem intuitiveren Umgang mit komplexen Maschinen.

 

Sie finden das Projekt „Robot Doing Nothing“ beim Ars Electronica Festival im 1. Stock der POSTCITY (Fliesenraum).

 

Informationen zu den Projektpartnern:

 

Künsterisches Konzept: Emanuel Gollob, www.emanuelgollob.com

Technisches Konzept: Johannes Braumann, Kunstuniversität Linz/Labor für Kreative Robotik, www.ufg.ac.at/Labor-Kreative-Robotik.13780.0.html in Zusammenarbeit mit COPA-DATA

KUKA Roboter CEE GmbH, www.kuka.com

Association for Robots in Architecture, www.robotsinarchitecture.org/

Sound/Sonifikation: Michael Schweiger/UFG Soundlabor, http://www.ufg.ac.at/Missionstatement.8584+M52087573ab0.0.html

Visuals: Chris Noelle, www.metofa.com

 

Ars Electronica Festival, POSTCITY Linz, 7.-11. September 2017

 

Das Ars Electronica Festival ist das weltweit größte Festival für Medienkunst. 1979 ins Leben gerufen, zieht es jährlich tausende Besucher in die oberösterreichische Landeshauptstadt. 2016 verzeichnete das Festival mehr als 85.000 Besucher aus mehr als 30 Ländern, die sich den mehr als 500 Einzelveranstaltungen der über 800 Künstler, Wissenschaftler und Aktivisten widmeten. Weitere Informationen finden Sie auf www.aec.at/ai