Gemeinde Danderyd modernisiert Wassermanagement für bessere Steuerung und Kontrolle
Success Story (Deutsch)
Eine zuverlässige Überwachung ist essenziell für die Verwaltung von Wasser- und Abwassersystemen, wo sich die Bedingungen durch Niederschläge, Zuflüsse und saisonale Schwankungen innerhalb kurzer Zeit ändern können. Ohne genaue Daten wird es schwierig, Ereignisse zu bewerten, effektiv zu reagieren und einen stabilen Betrieb zu gewährleisten. Um diese Herausforderungen zu überwinden, hat die schwedische Gemeinde Danderyd ihre SCADA-Umgebung mit der Softwareplattform zenon von COPA-DATA modernisiert.
Weniger Fehlalarme und unnötige Einsätze
Verifizierte, zuverlässige Prozessdaten
Verbesserte betriebliche Transparenz für alle Anlagen
Direkte Kommunikation mit SPSen und Feldgeräten
Sicherer Datenaustausch über verschlüsselte VPN-Verbindungen
zenon Supervisor mit rund 8.000 TAGs
Webbasierte Visualisierung mit Smart Server
Dezentrale Architektur für höhere Ausfallsicherheit
Weniger manueller Aufwand und verbesserte Effizienz
Skalierbare und zukunftssichere Systemarchitektur
Die schwedische Gemeinde Danderyd in der Nähe von Stockholm versorgt rund 33.000 Menschen mit wichtigen Dienstleistungen. Ihr Wasser- und Abwasserbetrieb verwaltet kritische Infrastruktur wie Pumpwerke und Verteilungsnetze. Um die Zuverlässigkeit und Effizienz in diesem Bereich zu gewährleisten, investiert die Gemeinde kontinuierlich in die Modernisierung ihrer Automatisierungs- und Überwachungssysteme. Dafür ist Danderyd eine Partnerschaft mit dem schwedischen Systemintegrator VA-IT eingegangen, der sich auf Automatisierungs- und Digitallösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft spezialisiert. VA-IT unterstützt Kommunen und Infrastrukturbetreiber in allen Phasen des Projektlebenszyklus, vom Systemdesign über die technische Planung bis hin zu Implementierung und Betriebsunterstützung.
Vor der Implementierung stand die Gemeinde vor mehreren betrieblichen Herausforderungen. Das bestehende System ermöglichte nur begrenzte Einblicke in die tatsächlichen Betriebsbedingungen, Messdaten und Alarme waren nicht immer zuverlässig. Probleme wie diese erschwerten die Bewertung von Ereignissen wie Niederschlag, Zufluss und Systemverhalten im Laufe der Zeit.
„Die größte Herausforderung bestand darin, dass wir kein richtiges Bild davon hatten, was vor sich ging. Wir konnten weder Durchflussmengen noch Niederschläge ausreichend genau messen“, erklärt Peter Wahl, Abwassertechniker und Projektleiter der Gemeinde Danderyd.
Die Folge: Ein überwiegend reaktiver Betrieb. Ohne zuverlässige historische Daten war es schwierig, Vorfälle zu validieren oder fundierte Entscheidungen zu treffen.
„Wir konnten überhaupt nicht sagen, ob es 100 Millimeter geregnet hatte oder 10“, fügt er hinzu.
Übersicht der Pumpstationen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, implementierte VA-IT zenon als zentralisierte SCADA-Plattform in allen Einrichtungen der Gemeinde. Mehrere Alternativen wurden damals in Betracht gezogen, doch zenon hatte durch sein Lizenzmodell, die Flexibilität und die langfristige Kosteneffizienz die Nase vorn. Ein weiterer entscheidender Faktor war, dass die Gemeinde Eigentümerin der gesamten Lösung werden konnte und keine Abhängigkeit von geschlossenen Systemarchitekturen entstand.
Die neue Architektur verbindet zenon mit mehreren Steuerungssystemen in den verschiedenen Einrichtungen und kommuniziert direkt mit den SPSen und Feldgeräten der Wasser- und Abwasseranlagen. Die Kommunikation erfolgt über verschlüsselte VPN-Verbindungen, wodurch ein zuverlässiger und geschützter Datenaustausch gewährleistet ist.
Die Lösung umfasst einen zenon Supervisor mit rund 8.000 TAGs sowie Smart-Server-Funktionalität für die webbasierte Visualisierung, die einen klaren, leicht zugänglichen Überblick über den Betrieb bietet. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war die systematische Überprüfung aller eingehenden Signale. VA-IT überprüfte jede Anlage, um sicherzustellen, dass alle Werte, Signalzuordnungen und Alarmeinstellungen genau die tatsächlichen Bedingungen widerspiegeln. Damit wurde eine zuverlässige Grundlage für die Überwachung, Analyse und Entscheidungsfindung geschaffen. „Jetzt haben wir endlich die Kontrolle über alles. Wir können Vorfälle zurückverfolgen und sehen direkt, was eigentlich passiert ist“, sagt Peter Wahl.
Die Plattform nutzt die umfangreiche Protokollbibliothek von zenon, was eine nahtlose Integration in bestehende SPSen und Feldgeräte innerhalb der heterogenen Infrastruktur der Gemeinde ermöglicht. Das Ergebnis ist eine standardisierte Kommunikation ohne größere Änderungen an der Hardware.
Darüber hinaus folgt die Architektur einem dezentralen Ansatz. Lokale Komponenten können das Alarmmanagement und den Betrieb auch dann weitgehend selbstständig übernehmen, wenn zentrale Systeme nicht verfügbar sind. Dies erhöht die Ausfallsicherheit des Systems und gewährleistet die Kontinuität des Betriebs.
Dank der verbesserten Datenqualität und Systemkonfiguration ist der tägliche Betrieb effizienter und proaktiver geworden. Fehlalarme, die zuvor besonders nachts zu unnötigen Einsätzen geführt hatten, sind deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig verringert die verbesserte Messgenauigkeit inzwischen den Bedarf an manuellen Eingriffen. Das Bedienpersonal kann nun Situationen wie Starkregen, Schneeschmelze oder saisonale Schwankungen auf der Grundlage zuverlässiger Systemdaten vorhersehen und entsprechend reagieren.
Eventliste mit Alarm.
„Wir erkennen sofort, was passiert, und können handeln, bevor es zum Problem wird“, so Wahl.
Heute ist das System fester Bestandteil des täglichen Betriebs. Es wird in der gesamten Organisation zur Überwachung, Koordination und Entscheidungsfindung genutzt und verbessert sowohl die Reaktionsfähigkeit als auch die Zusammenarbeit der Beteiligten.
Die Flexibilität der Plattform ermöglicht es den Anwenderinnen und Anwendern, sowohl mit Echtzeit-Daten als auch mit historischen Daten zu arbeiten. Gleichzeitig lässt sich das System problemlos an neue betriebliche Anforderungen anpassen.
„Man kann so gut wie alles mit dem System abdecken. Es lässt sich einfach an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen“, sagt Robert Berginc, Senior Automation Engineer bei VA-IT.
Diese Flexibilität ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung und sorgt dafür, dass das System mit den Anforderungen der Gemeinde Schritt hält.
Heute verfügt Danderyd über eine stabilere, transparentere SCADA-Umgebung mit verifizierten Prozessdaten und einer verbesserten Alarmhandhabung. Die neue Lösung bietet eine skalierbare und zukunftsfähige Grundlage für die laufende Weiterentwicklung.
Jetzt haben wir endlich die Kontrolle über alles. Wir können Vorfälle zurückverfolgen und sehen direkt, was eigentlich passiert ist.
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